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Die Fragen der Bauphysik
und des Bautenschutzes im Holzbau werden seit vielen Jahrzehnten
intensiv erforscht. So sind heute die maßgeblichen
Eigenschaften der Baustoffe und Bauteile weitestgehend bekannt und
brauchbare bis sehr gute Lösungen für die jeweiligen Anforderungen
entwickelt. Dabei hat sich herausgestellt, dass die anfangs noch
herrschende Skepsis gegenüber dem Werkstoff Holz und den Holzbaukonstruktionen
unberechtigt ist.
Beispielsweise wurde beim Brandschutz
schon früh das günstige Brandverhalten insbesondere größerer
Holzquerschnitte erkannt (infolge der hitzeschützenden Holzkohleschicht).
Beim Schallschutz und Brandschutz
wird das Prinzip der Mehrschaligkeit und Materialkombination vorteilhaft
angewendet.
Im Bereich des Schallschutzes
ist der Luftschallschutz gegen Außenlärm oder
im Innenbereich so gut oder teilweise besser gesichert als im konventionellen
Bau.
Für die Verbesserung des Trittschallschutzes
wurden (ausgehend auch von den Untersuchungen an Holzbalkendecken
im Altbau) gute Lösungen entwickelt.
Ebenso liegen beim Brandschutz
für nahezu alle Anforderungen Holzrahmenbaulösungen vor.
In die Materialkombination lassen sich übrigens auch Bauteile
des Massivbaus einbeziehen Holzrahmenbauten mit massiven Brandwänden
bei Reihenbebauung, mit mineralischen Estrichen, neuerdings sogar
mit massiven Holzdecken sind Teil der Praxis. Entscheidend ist im
Einzelfall die Wirtschaftlichkeit und der Wohnnutzen der zur Verfügung
stehenden Alternativen.
Übrigens: die wesentlichen Brandrisiken
liegen in der Ausstattung
eines Gebäudes, nicht in deren Konstruktion!
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